Archive for the tag 'Wasservogeljagd'

Delikatessenschießer

Januar 23rd, 2014

Erlegte und entsorgte Graugänse an der Ems

 So sieht es aus, wenn ein edler Waidmann Jagd auf Delikatessen macht: Mehrere Graugänse wurden im Dezember 2013 in diesem Zustand im Deichvorland der Ems in einem EU-Vogelschutzgebiet gefunden. Auf den ersten Blick kann man vermuten, die Vögel wurden von einem Greifvogel geschlagen, gerupft und dann nur das Brustfleisch weggefressen. Das müsste aber ein Seeadler getan haben, der kommt an der Ems nur selten vor und der schlägt auch nicht gleich mehrere Gänse gleichzeitig. Continue Reading »

Halali, Hausenten verschwunden

Oktober 26th, 2011

Nach Jagd verschwunden, freifliegende Hausenten

Diese beiden Enten schlüpften bei uns 2010, als Küken unserer Hausenten. Als einzige überlebten diese beiden den gelegentlichen Habicht und vor allem Nachbars Katzen (von denen es viel zu viele gibt), die auf unserem eingezäunten sehr großen Gartengrundstück auch Entenküken bis zur Halbwüchsigkeit jagten.

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Dokumentation: Gänsejagd im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“/Ems

Dezember 8th, 2009

Seit 2008 wurde in Niedersachsen die Jagd auf Gänse ausgeweitet, vorgeblich, weil sie Schäden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen anrichten.
Neben Graugänsen dürfen nun auch Bläss- und Saatgänse geschossen werden, auch in ausgewiesenen Naturschutzgebieten, Graugänse und Kanadagänse auch in Vogelschutzgebieten der Europäischen Union. Das Regelwerk ist kompliziert, und die verschiedenen Gänsearten und -unterarten sind auch für Kenner nicht immer  leicht zu unterscheiden, gerade in der Dämmerung sind die Arten nur durch ihre Flugrufe  auseinanderzuhalten. Bei Jägern ist das wohl anders. Über den eingeschränkten  Kimme-und-Korn Blickwinkel berufen sich diese angeblichen „Heger“ gerne auf ihr „grünes Abitur“, das sie mit dem Bestehen der Jägerprüfung vor sich hertragen, um damit ihren Anspruch als  die wahren „Naturschützer“ und Kenner der wildlebenden Tiere zu unterstreichen. In der Praxis entpuppen sich diese „Abiturienten“ aber oft als Hilfsschüler und gnadenlose Schießer, die nur einem blutigen Hobby fröhnen, das sie aber öffentlich als „edles Waidwerk“ mit hohem Propagandaaufwand verkaufen.

Gänsejäger_NSG Petkumer Deichvorland

Der „Landesjagdverband Niedersachsen“ darf sich gar „anerkannter Naturschutzverband“  nennen, und unterstützt das Treiben dieser Gänseschießer in Schutzgebieten! Eine ganze andere Position vertritt der „Ökologische Jagdverband Niedersachsen„, er lehnt die Bejagung von Bläss- und Saatgänsen sowie die Gänsejagd an sich in Rastgebieten ab. Ein „normaler“ Spaziergänger darf dieses Naturschutzgebiet hier  gar nicht betreten, als „Eintrittskarte“ benötigt man die „licence to kill“, eben den Jagschein. Als „Kollateralschaden“ werden streng geschützte Watvogelarten durch die bloße Anwesenheit der Jäger und Jagdhunde von ihren Rast- oder Nahrungsflächen vertrieben, das Vogelschutzgebiet besteht nur auf dem Papier.

Wie die Jagd im Schutzgebiet im Einzelnen aussieht, hat Eilert Voß dokumentiert. Continue Reading »