Es gibt Neuigkeiten zur Sprengung der Nordstream-Pipeline: Aktuell hat der Dokumentarfilmer Moritz Enders einen Film vorgestellt: „Enders spricht von Beweismaterial zur Sprengung, das in Schweden unter Verschluss gehalten wird. Der Film „Nordstream – die Sprengung“ hatte gerade Premiere im Kino Babylon in Berlin und ist dort am 7. und 15. Juli nochmal zu sehen.“ Mehr dazu auf den NachDenkSeiten vom 08. Juli 2026.
Doku-Film zur Nord-Stream-Sprengung: Beweismaterial wird unter Verschluss gehalten
Zur Erinnerung: Am 26. September 2022 wurden mehrere Stränge der Gasleitung „Nordstream“ in der Ostsee gesprengt, die vorher günstiges Erdgas aus Russland auch nach Deutschland transportiert hatte. Zu den Verursachern bzw. Hintermännern des terroristischen Anschlags auf die Energieversorgung gibt es unterschiedliche Darstellungen.
Bemerkenswert ist, dass lange kaum Anstrengungen gemacht wurden, die Täter ausfindig zu machen, so jedenfalls der öffentliche Eindruck, bis die Andromeda-These verfolgt wurde. Angeblich platzierte eine kleine ukrainische Tätergruppe vom gecharterten Segelboot „Andromeda“ aus eine Sprengladung an der Pipeline und zündete sie. Die Täter hinterließen Pässe auf dem Boot, die sich als gefälscht herausstellten. Ein festgenommener Tatverdächtiger der Gruppe wurde in Polen auf freien Fuß gesetzt. Der andere Tatverdächtige, der ukrainischen Ex-Soldat Serhij K., sitzt in Deutschland in Untersuchungshaft. Der deutsche Generalbundesanwalt hat inzwischen Anklage gegen diesen Tatverdächtigen wegen eines Angriffes auf die zivile Energieinfrastruktur durch Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, die nach dem Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen ist, erhoben. Ob die Andromeda-Version eine „False-Flag-Operation“ war, die von den tatsächlichen Hintermännern ablenken sollte, ist Gegenstand der Diskussion.
Erinnert sei an den Besuch von Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beim ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden (Dem.). Auf einer Pressekonferenz am 07. Februar 2022 vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sagte Biden, falls Russland in die Ukaine einmarschieren werde: „If Russia invades…then there will be no longer a Nord Stream 2. We will bring an end to it.“. Scholz, der neben Biden stand, reagierte darauf nicht.
Der investigative US-Star-Journalist Seymour Hersh machte daraufhin nach seinen Recherchen die USA und Norwegen für die Sprengung verantwortlich . Auch anschließende öffentliche Äußerungen der US-Politikerin Victoria Nuland („If Russia invades Ukraine, one way or another, Nord Steam 2 will not move forward“) und des polnischen Politikers Radoslaw Sikorsky („Thankyou, USA“) nährten den Verdacht, das ganz andere Kräfte und Interessen hinter der Pipelinesprengung standen.