Am 04. Aug. 2026 wurde eine kleine, vermutlich handelsübliche, Drohne mit einem Sprengsatz auf dem Leipziger Flughafen in der Nähe von unbeladenen ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugen von einem Busfahrer mit einem Tritt aus der Luft geholt, der Sprengsatz detonierte nicht. Das in den Medien veröffentlichte Bild der Drohne war sehr unscharf, warum? Später wurden noch zwei weitere Drohnen in der Nähe des Flughafens gefunden. Aus den Medien lernte man danach, dass Leipzig die Drehscheibe für die Versorgung der Ukraine mit Gütern vor allem militärischer Art ist. Klartext: Deutschland ist damit auch logistischer Kriegsunterstützer gegen Russland. Die Reaktion deutscher Politiker folgte auf dem Fuße: Russland wurde als Urheber beschuldig.
Zwei Verdächtige wurden anhand von DNA-Spuren ausfindig gemacht, es soll sich um einen Mann aus Belarus mit russischem Pass und einen gebürtigen Russen mit lettischem Pass handeln. Die Täter wurden nicht gefasst, wer aber waren die Auftraggeber? Von vielen Politikern wurde dies als „hybrider Angriff“ seitens Russland auf Deutschland angesehen, weitere Sanktionsforderungen gegen Russland folgten auf dem Fuße. Die meistens Medien schlossen sich sich an: Es waren „die Russen“. Nur: Es gibt keine Beweise, dass Russland hinter dieser Drohnenattacke steckt. Russland wies die Anschuldigungen zurück.
Nachtrag 07. Sept. 2026: Inzwischen kursieren ganz andere Darstellungen des Drohnenvorfalls im Internet: Vermutet wird eine Inszenierung, eine „False Flag-Operation“, um die angebliche „Bedrohungslage“ zu verschärfen. Auffällig sei das innerhalb von Minuten Polizei, Entschärfer und Fernsehteams vor Ort erschienen waren. Und welche Rolle spielte ein Flughafenmitarbeiter, der die kleine Drohne mal eben mit einem angeblichen Fußtritt aus der Luft geholt haben soll?
Berliner Zeitung, 07. Sept. 2026
Ein ukrainischer Blogger stellt die deutsche Version des Leipziger Drohnenvorfalls infrage
Benjamin „Ben“ Berndt nahm den Vorfall zum Anlass, in seinem Podcast {ungeskriptet} den russischen Botschafter eine Stunde lang seine Sicht der Dinge vortragen zu lassen: Audiatur et altera pars , man höre auch die andere Seite, eine Tugend, die den deutschen Mainstreammedien offensichtlich abhanden gekommen ist:
„Gast: Sergej J. Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation ´Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland.´ Wir schreiben das Jahr 2026 und – man kann es nicht anders sagen – es sind verrückte Zeiten. Eine Drohne am Leipziger Flughafen eskaliert eine ohnehin angespannte Situation auf ein Ausmaß, das es ´nach dem Weltkrieg noch nie gegeben´ hat.“
Alle Podcasts von {ungeskriptet} by Ben mit den unterschiedlichsten Gästen und Themen kann man hier abrufen:
Allein das diplomatische Format des Herrn Netschajew legt die Primitivität und Kulturlosigkeit der verantwortlichen deutschen Politelite als Schulhofschläger frei.