Kanzler Merz in Kiew: „Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns“

Rudolf Wildermann: „Der Blindensturz – frei nach Pieter Bruegel“ (mit freundlicher Genehmigung)

Da reist „unser“ Bundeskanzler Friederich Merz (CDU) zusammen mit der Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (ebenfalls CDU) ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit nach Kiew, um Staatspräsident Selenskyj weitere Milliarden in den Rachen des längst verlorenen Kriegs, der nicht unser Krieg ist, aber werden kann, zu werfen. In Deutschland fehlt das Geld für Sozialleistungen oder eine verlässliche Energieinfrastruktur, aber für den Ukraine-Krieg ist immer Geld in Milliardenhöhe vorhanden.

Im Tross von Merz fuhren auch zehn deutsche Unternehmer aus der Rüstungs- und und Energiebranche mit, darunter Christian Bruch von Siemens Energy, Sven Kruck vom Drohnenhersteller Quantum Systems und Gundbert Scherf der Helsing GmbH, die KI-Systeme für Waffen entwickelt. Da weiß man doch, worum es bei dem Besuch geht: weitere Waffenlieferungen an die Ukraine, Waffen, die weit ins russische Hinterland reichen können und den Krieg damit unnötig verlängern werden.

Merz äußerte sich in einer Rede in Kiew so: „Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns“. Dafür gibt es keine Belege, das ist Propaganda. Bisher hat sich „die Kriegsmaschinerie“ zweimal von Deutschland ausgehend gegen Russland gerichtet. Das Deutsche Reich erklärte dem Russischen Kaiserreich am 1. August 1914 im Ersten Weltkrieg offiziell den Krieg, am 22. Juni 1941 überfiel Deutschland mit dem „Unternehmen Barbarossa“ Russland, die entsetzlichen Folgen mit schätzungsweise 27 Millionen russischen Kriegstoten und mehr als 6 Millionen Kriegstoten in Deutschland sind offensichtlich heute vergessen.

Die Regierung Merz spielt mit dem Feuer und vertritt keine deutschen Interessen. In Russland wird Deutschland längst als Kriegspartei betrachtet. Ständig neue Provokationen von Deutschland mit Waffen aus deutscher Produktion und Lieferungen gegen Russland lassen hoffentlich den Geduldsfaden im Kreml nicht reißen. Die „Kriegsmaschinerie Russlands“ verfügt über Atomwaffen, da sollte ein Herr Merz die Relationen kennen und ganz kleine Brötchen backen.

Hat man in der Bundesregierung eigentlich nichts aus der Geschichte gelernt? Was richtet die Negativauswahl der deutschen Politikerklasse gerade an? Wie blind und geschichtsvergessen kann man sein? Der Amtseid des Kanzlers und der Minister verpflichtet diese, die „Kraft dem Wohle des deutschen Volkes [zu] widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden“, genau das Gegenteil geschieht aber.

Deutschland rüstet derzeit enorm auf, das Land soll laut Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) „kriegstüchtig“ gemacht werden. Warum schläft der träge Bundesmichel und geht nur durch Gewerkschaften und staatlich finanzierte NGOs instrumentalisiert dann auf die Straße, wenn es gegen „rechts“ geht? Nur langsam formiert sich Widerstand gegen die deutsche Kriegstreiberei, wie aktuell in Berlin und Stuttgart. Es ist beängstigend, wie wirr  und träge dieses Volk ist.

Dieser Beitrag wurde unter Politik abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert