Umweltpreis an Prof. Schellnhuber: Noch ein Unfehlbarer des politischen Klima-Kartells?

Noch ein Preis für einen Klima-Alarmisten: Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK), teilt sich mit drei weiteren Preisträgern den Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Höhe von 500.000 Euro. Am 28. Oktober wurde der Preis in Aachen verliehen.

Die Begründung im O-Ton des Geschäftsführers der DBU, Dr. Fritz Brickwedde: „Insbesondere durch die von Professor Schellnhuber entwickelten Modellierungsmethoden können wir das ‚Phänomen Klimawandel‘ heute besser verstehen und den Konsequenzen zielgerichtet begegnen. Mit unendlicher Energie und Ausdauer hat er als einer der Ersten nachhaltige Lösungen des Klimaproblems eingefordert und mit dem einzigartigen wissenschaftlichen Ruf seines Instituts die internationale politische Diskussion zur Lösung des Klimaproblems entscheidend geprägt.“

Zunächst muss man fragen, ob es überhaupt ein „Klimaproblem“ gibt. Klima ist das Ereignis des voraufgegangenen Wetters, der statistische Mittelwert von 30 Jahren Wetteraufzeichnung in einer Region. Deshalb kann man kein „Klimaskeptiker“ sein, denn Klima gibt es zweifellos, und es wandelte sich, manchmal in kürzester Zeit dramatisch, ganz ohne Zutun des Menschen. Man kann aber auch das Klima nicht „schützen“; was denn genau, den statistischen Wert oder das tägliche Wetter? Und wer das Klima voraussagen will, muss logischerweise auch das Wetter voraussagen können, das trauen sich Meteorologen relativ sicher nur für vier Tage zu. Klimaforscher wie Dr. Schellnhuber behaupten, mit computergestützten Klimamodellen das „globale“ Klima für hundert Jahre voraussagen zu können, bei Temperaturen sogar auf Zehntelgrade genau.

Dazu muss man auch wissen, dass das PIK zwar als eingetragener Verein firmiert, aber je zur Hälfte vom Bund und den Ländern finanziert wird und dass die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die dem Leiter des bund- und landfinanzierten Institutsleiters Schellnhuber den Preis verliehen hat, eine Stiftung des Bundes ist. Im 14-köpfigen Kuratorium sitzen u.a. fünf Bundespolitiker (MdB), ein Landesminister (Hans-Heinrich Sander, Umweltminister Niedersachsen) und ein Staatssekretär im Bundesumweltministerium als stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender. Man muss weiter wissen, dass Herr Schellnhuber eine offizielle politische Funktion im Lande wahrnimmt: Er ist „Klimaberater“ von Bundeskanzlerin Merkel, die auf der politischen Ebene sogenannte „Klimaschutzmaßnahmen“ empfiehlt oder durchsetzt, wie z. B. die Weiterführung des „Erneuerbaren Energiende Gesetzes“, das allein den Windkraft- oder Solaranlagenbetreibern nutzt, den Emissionshandel als Gelddruckmaschine für Wirtschaft und Staat, die zwangsweise eingeführte „energetische Gebäudesanierung“ als Job-Motor, oder die geplante Einführung der CO2-basierten Kfz-Steuer für Neufahrzeuge mit der ebenfalls geplanten Anhebung der Kfz-Steuer für Altfahrzeuge. Es werden sicher noch andere Einnahmequellen des Staates mithilfe des „Klimas“ finden lassen. Möglichkeiten gäbe es viele, bis hin zur Absurdität: In Neuseeland scheiterte die Einführung der „flatulence tax“, also eine Furz-Steuer auf das Weidevieh „zur Erfüllung der Kioto-Kriterien“, am Widerstand der Bauern. Da sich der deutsche Michel im Neo-Biedermeier eingenischt hat und Widerstand gegen die allgegenwärtige Klima-Verblödung kaum zu erwarten ist, ist also mit weiteren Steigerungen zur klimabasierten Abzockwelle zu rechnen.

Dazu bedarf es Ikonen der Klimaforschung, die durch Preise mit dem Unfehlbarkeitsdogma ausgestattet werden. Mit dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), ebenfalls einer politisch kontrollierten Klima-Institution und dem US-Politiker Al Gore und seinem peinlich-fehlerhaften, aber Oscar-würdigen Klimafilm fing es an, die bekamen sogar den Friedensnobelpreis, und viele fragten „wofür eigentlich“?

Klimaforscher, die diesem politisch-korrekten Mainstream nicht folgen mögen, weil sie ganz andere Ergebnisse vorweisen können, fallen so der Unglaubwürdigkeit anheim und aus der öffentlichen Wahrnehmung heraus. Eine ganze Forschungsrichtung, die rechnergestützte „Klimamodellierungen“ für zu ungenau und fehlerhaft betrachtet und sich lieber an die Fakten z. B. der Klima-Paläontologie hält, wonach der CO2-Anstieg der Erderwärmung folgt und nicht dessen Ursache ist, wird von Klima-Alarmisten an den Rand der Unglaubwürdigkeit gedrängt und so möglicherweise, weil nicht politisch korrekt, von Forschungsmitteln abgeschnitten. Mit fragwürdigen Preisen aus den eigenen Reihen stabilisiert sich das politische Klima-Kartell selbst.

Dafür gibt es ein weiteres Beispiel: Dieselbe Deutsche Bundesstiftung Umwelt verlieh im Jahre 2000 dem Windkraftpionier Aloys Wobben, dessen Firma „Enercon“ u.a. im ostfriesischen Aurich produziert, ebenfalls den Umweltpreis.

Er erhielt so den „grünen Ritterschlag“, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 12. Oktober 2000 auf Seite 3 titelte; aber nicht ohne den vom damaligen Bundespräsidenten Rau verliehenen „Umweltpreis Europa“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Höhe von 500.000 DEM als „fragwürdig“ zu bezeichnen. Fragwürdig deshalb, so der FAZ-Redakteur Dr. Reiner Burger damals, weil der Ausstoß von Kohlendioxid durch windabhängige Windkonverter nicht in nennenswerter Weise zur Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid beitrage, die Windkraft als Element symbolischer Politik zu deuten sei und diese nur eine Energiewende vorgaukle. Und: „Unerwähnt bleibt, dass Wobbens Erfolg am Subventionstropf hängt. Die an sich kaum marktfähige Windbranche boomt vor allem deshalb, weil den Betreibern der Turbinen seit Jahren schon ein hohes Entgelt für jede ins Netz gelieferte Kilowattstunde garantiert wird.“ Vorgeschlagen wurde Wobben für den DBU-Umweltpreis vom damaligen niedersächsischen Finanzminister Aller (SPD).

Preisträger Wobben sorgte unlängst zu dem irresten Ausbruch der Klyma-Hysterie: Auf der Hannover-Messe 2007 ließ er in einem öffentlichen Vortrag unwidersprochen verlauten, CO2 zerstöre die Schutzfunktion der Erdatmosphäre, verursache sauren Regen und sei mitverantwortlich für die hohe Krebsrate.

Vielleicht kann jemand beantworten, wer den aktuellen Umweltpreisträger Prof. Schellnhuber vorgeschlagen hat, wieder ein Politiker?

Der amtierende Bundespräsident Köhler leistete sein ganz persönlichen Beitrag zum „Klimaschutz“ anlässlich der Preisverleihung an Dr. Schellnhuber und dessen Preis-Kollegen: Er nahm an der Verleihung unfreiwillig nicht teil, weil das Bundeswehrflugzeug, das ihn von Berlin nach Aachen bringen sollte, defekt war. Was ihn aber nicht davon abhielt, eine „neue industrielle Revolution zu Gunsten des Klimaschutzes“ zu fordern. Ob er nun mit dem Fahrrad in Richtung Aachen aufgebrochen ist, ließ sich nicht feststellen…..