Wahlentscheidungen

Theorie:

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 20:
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

und Praxis:

* Horst Seehofer, 20. Mai 2010 im ARD/BR in „Pelzig unterhält sich“
”Die­je­ni­gen, die ent­schei­den, sind nicht ge­wählt. Und die­je­ni­gen, die ge­wählt wer­den, ha­ben nichts zu ent­schei­den.”

* Staatsrechtler Hans-Herbert von Arnim: Das System- Die Machenschaften der Macht (2004): „In Sonntagsreden wird unsere Verfassung beschworen. Vom Bürger als Souverän, von Demokratie und Gemeinwohl ist dann die Rede, von der Bedeutung der Wahlen, von Gewaltenteilung und von der Unabhängigkeit der Abgeordneten – schöne Leerformeln, die allesamt nur eins verbergen: Hinter der demokratischen Fassade wurde ein System installiert, in dem völlig andere Regeln gelten als die des Grundgesetzes. Im rechtlichen Untergrund ist aus unseren Volksvertretern die »politische Klasse« geworden, die ein Netzwerk geknüpft hat, das allmählich unsere demokratische Ordnung überwuchert und erstickt. Schwarze Kassen, fehlerhafte Rechenschaftsberichte, Steuerhinterziehung, Postenwirtschaft, Selbstbedienung, kurz: Kungelei bis hin zur Korruption – das sind die Kennzeichen dieses inoffiziellen »Zweiten Systems«.“

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Teurer Straßenausbau für die Anwohner: „Nützt ja nix“?

Brandshoff-Gewichtsbeschränkung 6t: Hier wird aber ständig mit bis zu 40 Gewichtstonnen durchgefahren, und an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält sich kaum jemand.

Der Rat der Gemeinde Holtgast will eine „Straßenausbaubeitragssatzung“ beschließen, das muss er nicht, das kann er, so das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz. Anlieger sollen bei Straßenschäden zur Kasse gebeten werden, auch für Schäden, die sie gar nicht verursacht haben. Reparaturen sollen davon nicht betroffen sein, dafür aber die eventuell notwendig werdende Grundsanierung der Straßen. Systematisch werden in Holtgast einige Wohnstraßen durch schwerste landwirtschaftliche Güllegespanne zerfahren, dort, wo eigentlich eine 6t-Gewichtsbeschränkung gilt. Manchmal fahren diese Maschinenmonster tagelang durch die Wohnsiedlung, um auf die angrenzenden Ländereien zu kommen. Im Ortsteil Utgast donnern schwere Kieslaster von und zu einer nahegelegen Kiesgrube über den Strengeweg durch den Ort, gefährden die Anwohner und zerfahren die Straße. Weiterlesen

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Heschanbau in Holtgast entdeckt

Heschernte

Holtgast, 01. April 2014. Bereits vor zwei Jahren wurde im benachbarten Fulkum eine Cannabisplantage in einer Scheune entdeckt und von der Polizei ausgehoben (die Lokalzeitungen berichteten ausführlich). Nun wurden auch in Holtgast nach einer anonymen Anzeige mehrere Quadratmeter Heschpflanzen (Aegopodium podagraria) in einem Garten entdeckt. Die Einsatzkräfte von Polizei und Zoll griffen in den frühen Morgenstunden zu und fertigten Beweisfotos an. Weiterlesen

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Geht eigentlich jemand zur Europawahl?

Geht eigentlich jemand zur Europawahl? Hier eine kleine Entscheidungshilfe:

Spiegel online, 27. Dez. 1999:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317086.html

Zitat daraus: Jean-Claude Juncker ist ein pfiffiger Kopf. „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert“, verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. „Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ Zitatende

Was im EU-Parlament praktiziert wird, soll auch bereits in kleinen Kommunen praktiziert werden, Politik unten wie oben.

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Noch ein Windpark in Holtgast: Offener Brief an den Bürgermeister

Fulkum vor dem Windpark Utgast: „kleine “ Anlagen mit bis zu 100m Gesamthöhe

In Holtgast drehen sich bereits im Ortsteil Utgast auf 2 Quadratkilometern Fläche mehr als 50 Windkraftanlagen, ein lukratives Geschäftsmodell für die Betreiber, die damit vom „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) profitieren, das eine hohe Einspeisvergütung garantiert, die von allen Stromkunden mit der Stromrechnung zwangsweise per Gesetz bezahlt werden muss. Das treibt den Strompreis in Deutschland in ungeahnte Höhen. Die EEG-Zwangsabgabe beträgt derzeit 7,4 ct brutto pro verbrauchter Kilowattstunde. Ein mittlerer Haushalt mit 3.000 kWh/a Stromverbrauch bezahlt jährlich 223 Euro nur für die Einspeisung von Wind-, Solar- und Biomassestrom, zusätzlich zum Strompreis. Weiterlesen

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