Iran-Krieg: Netanjahu zündelt am Dritten Weltkrieg

Grafik: Pixabay, von Javierb34, lizenzfrei

Israels Premier Benjamin Netanjahu, ein vom Internationalen Strafgerichtshof gesuchter Kriegsverbrecher, will offenbar die halbe Welt in einen Krieg gegen den Iran hineinziehen. Erfolgreich war er damit bei US-Präsident Trump. Weder die USA noch Israel haben gemeinsame Grenzen mit dem Iran. Das vorgeschobene Angriffsargument, man wolle Irans Atomwaffenprogramm stoppen, war nichts als heiße Luft, die vielen Zivilisten im Iran das Leben kostete.

Der Iran verfügt über keine Atomwaffen, Israel schon. Ein früherer US-Antiterror-Beamter wurde sehr deutlich: WASHINGTON: A former senior US counterterrorism official has sharply criticised the intelligence and decision-making process behind Washington’s war with Iran, saying there was no evidence of an imminent threat and alleging that policy may have been shaped by external influence and a restricted advisory circle.“(Quelle: International News Pakistan, 20. März 2026) 

Übersetzt: Ein ehemaliger hochrangiger US-Beamter für Terrorismusbekämpfung hat die Geheimdienstarbeit und den Entscheidungsprozess hinter Washingtons Krieg gegen den Iran scharf kritisiert. Er erklärte, es gebe keine Anzeichen für eine unmittelbare Bedrohung, und behauptete, die Politik sei möglicherweise durch äußere Einflüsse und einen begrenzten Beraterstab geprägt worden.

Wer die „prägenden äußeren Einflüsse“ waren, ist wohl keine Geheimnis: die Regierung Netanjahu. Der skrupellose Netanjahu will weitere westliche Länder in seinen Krieg hineinziehen und riskiert damit eine Ausweitung bis zu einem Weltkrieg:

Jüdische Allgemeine, 23. März 2026: Netanjahu fordert Länder auf, sich Krieg gegen Iran anzuschließen

Israels Regierungschef Netanjahu fordert mehr internationale Unterstützung im Krieg mit dem Iran. Er spricht von einer Gefahr für die Sicherheit der ganzen Welt

Und verkehrte Welt in Deutschland: Nicht der israelische Botschafter, der Diplomat des Landes, das den Krieg angezettelt hat, wird einbestellt, sondern der Botschafter des überfallenen Landes:

Tagessspiegel, 03. März 2026

Bundesregierung bestellt iranischen Botschafter ein

Das Auswärtige Amt hat angesichts der iranischen Angriffe auf Israel und andere Staaten der Region den iranischen Botschafter einbestellt. „Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen“, teilte das deutsche Außenministerium in Berlin auf X mit. 

Ein Kommentator der „Jüdischen Allgemeinen“ sieht es am 09. März 2026 u.a. so:

Der Iran-Krieg könnte das Ende der amerikanisch-israelischen Allianz bedeuten

Zugegeben: Die erste Phase dieses Krieges hat Spaß gemacht. Wer freut sich nicht, dass die Verbrecherriege, die den Iran unterjocht hat, zur Dschehenna gefahren ist? Wer freut sich nicht, dass das Folterzentrum in Teheran, in dem Revolutionsgarden Frauen erniedrigt und gequält haben, ein Trümmerhaufen ist?

Als die USA im März bei einem Raktetenangriff auf eine Mädchenschule in Minab mindestens 160 Schulkinder töteten: Ob deren Mütter das wohl spaßig fanden und gelacht haben?

Es gibt zudem viele Regime und Länder auf der Welt, in denen die Menschenrechte missachtet werden. Werden die USA dort demnächst auch mit Bomben und Raketen tätig werden?

Ist dem Kommentator der „Jüdischen Allgemeinen entgangen, dass das mörderische Netanjahu-Regime verantwortlich ist für zehntausende Tote Zivilisten nach den Angriffen auf den Gaza-Streifen nach der Hamas.-Geisnahme. Gute Tote, schlechte Tote?

In Israel wird die Kritik an Netanjahus desaströser Politik laut, The Times of India, 22.März 2026:

Protests are intensifying across Tel Aviv and Jerusalem as Israelis voice growing anger over the ongoing war. Demonstrators openly criticized Prime Minister Benjamin Netanyahu, accusing his government of prolonging conflict for political gain rather than public safety. Protesters warned that continued strikes on Iran and Lebanon are fueling a cycle of violence, not ending it. Many called for elections, peace negotiations, and an immediate halt to military operations.

Am 11. März 2026 ließ die Bundesregierung dies anlässlich des Besuches von Kanzler Merz (CDU) im Dezember 2025 verlauten:

Deutschland steht in tiefer Freundschaft an der Seite Israels

Der Waffenstillstand in Gaza stabilisiert sich. Jetzt muss es gelingen, die zweite Phase des Friedensplans zu verwirklichen. Deutschland tritt für Israel ein – und wird sich weiter einbringen, damit der Weg zum dauerhaften Frieden gelingt.

Kein Wort war von Merz zum Völkermord durch Israel in Gaza zu hören. Das klag dann so: Kein Staat könne es hinnehmen, dass seine Bürger von islamistischen Terroristen ermordet, entführt und gefoltert werden. Deshalb stehe Deutschland Israel bei. Gleichzeitig lebten die Menschen in Gaza weiter unter sehr prekären Umständen. Deutschland leiste hier humanitäre Unterstützung. 

Dass auch Deutschland einer der Hauptlieferanten von Kriegswaffen an Israel ist, mit denen Gaza zerstört und Zivilisten umgebracht wurden, fand ebenfalls keine Erwähnung vom Kanzler.

Warum werden gegen Israel und die USA keine Sanktionen wie gegen Russland nach dem völkerrechtswidrigen Einmarsch in die Ukraine verhängt? Mit wie viel Maß wird eigentlich von der „westlichen Wertegemeinschaft“ gemessen? Wie viel Heuchelei ist eigentlich noch erträglich? Wo gibt es noch die besonnenen Politiker wie einst WillyBrandt, Egon Bahr, Hans-Dietrich Genscher oder Helmut Schmidt?

 

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