Israel , Hamas und der Gaza Krieg – woher kommt der Hass auf Israel?

Gaza aus der Luft: mit Bomben und Granaten durch die israelischen Streitkräfte zerstört, mehrere zehntausend Tote. Die rote Linie ist die Staatsgrenze zu Israel – Foto: Google Earth (C) 2026 Airbus

Am 7. Oktober 2023 verübte die radikalislamischen Hamas einen Terrorangriff auf jüdische Bürger in Israel. Dabei wurden nach israelischen Regierungsangaben mehr als 1.200 Menschen brutal ermordet. Mindestens 240 Menschen seien zudem von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt worden. Israels Regierung mit der ethnonationalistischen zionistischen Regierung Netanjahu reagierte darauf mit unverhältnismäßigen brutalen Luftschlägen und Artilleriebeschuss mit Phosphorgranten auf den Gaza-Streifen.

Dabei sollen nach UN-Angaben seit Beginn des Konflikts am 7. Oktober 2023 bis August 2026 mindestens 73.386 bis 73.789 Palästinenser im Gazastreifen getötet und weitere 174.000 Menschen verletzt worden sein, darunter viele Frauen und Kinder. Es sollen immer noch Opfer unter den Trümmern liegen. „Unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen sowie Schätzungen von Gesundheitsexperten (unter anderem veröffentlicht im Fachjournal The Lancet Global Health) gehen aufgrund von nicht geborgenen Opfern unter den Trümmern sowie indirekten Kriegsfolgen wie Unterernährung und Krankheiten von einer noch deutlich höheren tatsächlichen Opferzahl aus, die teils auf über 75.000 bis zu 100.000 Todesopfer geschätzt wird“, zitiert nach KI-Suche.

Ein Blick in die Geschichte

In den westlichen Mainstreammedien fehlt in der Regel die geschichtliche Entwicklung der Besetzung Palästinas mit der gewaltsamen Vertreibung und Tötung der ansässigen palästinensischen Bevölkerung durch jüdische Einwanderer, die in großer Anzahl nach der Shoah durch Nazi-Deutschland nach Israel einwanderten.

Großbritannien als Mandatsregierung

Zunächst war es die britische Balfour-Deklaration vom 2. November 1917, durch den britischen Außenminister Arthur James Balfour an Lord Lionel Walter Rothschild übersandt, welche die Errichtung einer „nationalen Heimstätte für das jüdische Volk“ in Palästina zusicherte. Von 1920 bis 1948 war Palästina britisches Mandatsgebiet, 1949 wurde der Staat Israel gegründet.

Israels Terrorgruppen

Vor der Staatsgründung Israels verübten jüdische Untergrundmilizen, z.B. die Terrororganisationen Irgun, Haganah oder Lehi, Sprengstoffanschläge gegen die britische Mandatsregierung und arabische Zivilisten. Am 22. Juli 1946 wurde von der Irgun das King-David-Hotel gesprengt, in dem die britische Mandatsverwaltung untergebracht war, 91 Menschen starben bei dem Anschlag. Parallel erfolgte die gewaltsame Vertreibung durch die „Nakba“ (arabisch für „Katastrophe“) mit der Flucht, Vertreibung oder Tötung von rund 750.000 Palästinensern während des 1. arabisch-israelischen Krieges (1948/1949). Dabei wurden 400-600 arabische Dörfer zerstört. Durch das Massaker von Deir Jassin, verübt von israelischen Terrorgruppen am 09. April 1948, kamen bis zu 250 Palästinenser um. Diese Gräueltat führte schließlich zu Fluchtbewegungen der angestammten arabischen Bevölkerung auch in den Gaza-Streifen.

Die zionistische Ideologie

Der Zionismus begreift sich als nationaljüdische Bewegung mit der Rückkehr in das biblische Israel vor über 2000 Jahren, das Gott dem Volk Israel als das „Verheißene Land“ versprochen hatte. Diese Verheißungsideologie ist die Ursache für abertausende Opfer auf beiden Seiten, sowohl der Palästinenser als auch der Juden, bis heute. Die gewaltsame Vertreibung von Plästinensern von ihrem Grund und Boden durch religiös motivierte israelische Siedler geht indes  weiter.

Der Staat Israel ist nicht nur Opfer, er ist auch Täter, und das wird in westlichen Medien oft nicht ausreichend beleuchtet. Kritik an Israel wird sofort und bequemerweise mit dem Totschlagargument „Antisemitismus“ erstickt. Israelische nationalistische Politiker treiben inzwischen das Projekt „Groß-Israel“ mit der Annexion des Westjordanlandes und Teilen des Libanons voran. Der Keim für weitere Konflikte ist gelegt. Man sollte  wissen, woher der arabische Hass auf Israel kommt. Die Zerstörung Gazas war der vorläufige Schlusspunkt. 

Link: Norman Finkelstein, jüdischer Politikwissenschaftler aus den USA, hat dazu aktuell ein Buch vorgelegt: „Gaza´s Gravediggers“:

A review of Norman Finkelstein’s ‚Gaza’s Gravediggers,‘ which indicts not Israel’s military, but the global officials and institutions, such as the UN, the ICJ, and the media, who enabled and legitimized the genocide. https://mondoweiss.net/2026/09/norman-finkelsteins-latest-book-indicts-those-in-high-places-for-genocide-in-gaza/

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