Herrn
Landrat Holger Heymann
Kreishaus
Wittmund
Offener Brief, 27. März 2026
Moin Herr Heymann,
am 24. März 2026 war auf der Facebookseite der nachfolgende Text aus dem Kreistag in Wittmund veröffentlicht (https://www.facebook.com/photo?fbid=1413574974145595&set=a.651975900305510)
„Landkreis Wittmund
Der Kreistag hat am 18. März einstimmig drei Klimakonzepte beschlossen – ein wichtiger Schritt für eine klimafreundliche Zukunft in unserer Region.
Was wurde beschlossen?
• Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts
• Neues Klimaanpassungskonzept
• Internes Klimaschutzkonzept für die Kreisverwaltung
Als Küstenregion ist der Landkreis Wittmund besonders vom Klimawandel betroffen – steigender Meeresspiegel, stärkere Sturmfluten und häufigere Hitzewellen stellen uns vor neue Herausforderungen.“
Dies steht im Widerspruch zur Veröffentlichung des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) aus 2024:
„Frage: Gibt es eine Häufung von Sturmfluten aufgrund des Klimawandels?
Antwort: Bisher ist keine Zunahme der Sturmflutaktivität zu erkennen, wenn nur der durch Stürme verursachte Teil der Wasserstände betrachtet und der Anstieg des Meeresspiegels herausgerechnet wird. Die Aufzeichnungen vom Pegel Norderney (hier wird seit mehr als 100 Jahren der Wasserstand erfasst) belegen, dass die Sturmfluthäufigkeit ohne eine klare Tendenz schwankt: In den 1950er und 1960er Jahren gab es relativ wenige Sturmfluten, in den 1970er bis 1990er dafür umso mehr. Um das Jahr 2010 ereigneten sich nur sehr wenige Sturmfluten, in dem jeweiligen Jahr davor und danach gab es überdurchschnittlich viele Sturmflutereignisse. Im Jahr 2013 und 2014 liefen wiederum wenige Sturmfluten auf, davon aber eine sehr schwere. Und auch die letzten Jahre zeigen diese große Schwankungsbreite in der Sturmfluthäufigkeit: 2021 und 2023 gab es nur wenige leichte Ereignisse, in 2022 hingegen sehr viele Sturmfluten.“ (aktualisiert 20. Febr. 2024)
https://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/hochwasser_kustenschutz/kustenschutz/antworten_auf_haufig_gestellte_fragen/kuestenschutz-und-deichbau-in-niedersachsen-45182.html
Die dramatisierten „Prognosen werden vom politischen (!) Gremium des IPCC(Intergovernmental Panel on Climate Change, der sog. „Weltklimarat“) verbreitet. Diese „Prognosen“ werden von vielen Klimawissenschaftlern (von den Medien weitgehend gecancelt) nicht geteilt und auch als „Desinformation“ zurückgewiesen, dennoch findet fast nur das IPCC Beachtung im Mainstream.
Ein Film mit ausgewiesenen Fachwissenschaftlern, darunter Nobelpreisträger, rückt die Klimageschichte und Entwicklung gerade: „Klima, der Film“ (deutsch synchronisiert):
https://www.youtube.com/watch?v=N5h9tLojQ7c
Demnach ist der Klimahype vor allem ein Geschäftsmodell mit heißer Luft, siehe Zertifikatshandel: Das böse CO2 (das auch in Deutschland besteuert wird, eine Steuer auf Teile der Atemluft!), das aber nur ein Spurengas mit einem Anteil von 0,04 Prozent (oder nur 400 parts per million) an der Atmosphäre ist und in vergangenen Jahrtausenden schon wesentlich höher lag, ohne dass das Klima „kippte“.
Der Meeresspiegel steigt auch nicht erst seit heute, sondern als Folge der letzen Weichsel-Kaltzeit seit ca. 12.000 Jahren, derzeit mit undramatischen ca. 2mm im Jahr oder 20 cm im Jahrhundert, der bekannte „säkulare Anstieg“, siehe Anhang Prof. Behre. Damals lag der Meeresspiegel der Nordsee bis zu 120m tiefer als heute und war besiedelt (Doggerland). Im Esenser Mühlenmuseum kann man sich ein entsprechendes Diorama dazu ansehen.
Was eine „klimafreundliche Zukunft“ sein soll, müsste zudem erläutert werden. Klima ist nach Definition das Ergebnis von 30 Jahren Wetteraufzeichnung in einer bestimmten Region, ein statistischer Wert. Ist man im Wittmunder Kreistag wirklich so vermessen, mit „Klimaschutzkonzepten“ Einfluss auf das regionale Wetter und in der Folge auf die langfristige Klimaentwicklung zu nehmen? Man sollte zunächst einen Blick auf die Landkarte werfen und sich der Größe des Landkreises im Gesamtkontext der großräumigen Wetterlagen bewusst werden. Oder ist man nur Opfer der täglichen alarmistischen Horrormeldungen aus den Mainstreammedien zum Klimawandel, den es ja zweifellos gibt, aber nicht erst seit heute?
Ich rege an, diese Mail an die Kreistagsmitglieder weiterzuleiten, es möge nützen.
Freundliche Grüße
Manfred Knake
Anhang:
Prof. Behre: Meeresspiegelanstieg_Marschentwicklung
Die letzten 10 000 Jahre an der deutschen Nordseeküste im Zeitraffer
Link: https://www.wattenrat.de/2018/08/04/klima-und-meeresspiegel-gruener-besuch-auf-langoog-viel-heisse-luft/
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Manfred Knake
Brandshoff 41
26427 Holtgast/Ostfriesland
Tel: 04971 4095
Fax: 04971 947264
Dieser Offene Brief wurde am 24.03.2026 als eMail verschickt. Die Original-Mail enthielt marginale Rechtschreibfehler, die hier korrigiert wurden. Eine Antwort des Landrats liegt bisher nicht vor