Siedlungsleben: Einer lärmt immer!

Der Preis des Siedlungslebens ist die Dauerbeschallung mit Rasenmähern, Motorsensen, Laubsaugern, Rasentrimmern oder Motorsägen, oft gleichzeitig aus allen Richtungen und Auspuffrohren, einer lärmt immer! Wenn man nicht gerade selber mäht, kann das schon ganz schön nerven.

Die neue Qualität der Beschallung kommt aus der Luft: Weil unten dank häuslichem Maschinenpark alles so schön ordentlich ist, kann man Siedlungs-Hausbesitzer-Eitelkeiten auch vermarkten, Foto von oben und dann an der Haustür ein Luftbild vom schmucken Eigenheim verkauft, die Hypothek sieht man ja nicht auf dem Foto.
Dazu braucht man zunächst eine Kamera, und vor allem einen Hubschrauber. Dieser kurvte und knatterte geschlagene 40 Minuten im Tiefflug über die Siedlung, versetzte Vögel, Haus- und Weidetiere in Panik und schoss aus allen Objektiven. Ich habe zurückgeschossen, hatte aber nur die Kamera.

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Habichtskraut

Jedes Jahr warte ich gespannt, wo im Garten das Orangerote Habichtskraut (Hieracium aurantiacum) aus dem Boden kommt. Vor vielen Jahren wurde es im Garten angepflanzt und vermehrt sich gut. Düngen sollte man allerdings nicht, das mag die Pflanze gar nicht.

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Lokusbienen

Ausgerechnet die Ritze des Toiletten-Dachfensters hatten sich Wildbienen zum Nestbau auserkoren. Sie mussten allerdings weichen. Schade, aber zwecks bedarfsgerechter Entlüftung dieses Ortes war dies unvermeidlich. Gewisse Bedürfnisse haben eben Priorität vor häuslichem Artenschutz.

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Wattenmeer: Massentourismus ohne Kontrolle

Vom Artenschutz sind derzeit die Zeitungen voll, irgendwo im Urwald, ganz weit weg. Der Artenschwund vor der Haustür ist nicht so viele Zeilen wert. Die aktuelle „Rote Liste“ der Brutvögel des Landes Niedersachsen wird da schon ganz deutlich: „Freizeitdruck an der Küste bringt Strandbrüter in Not“.

Salzwiese Hilgenriedersiel, LK Aurich: Grillfete Foto: Voß

Wie wahr, Seeregenpfeifer, Strandregenpfeifer oder die Zwergseeschwalben leben am Limit, ständig gefährdet durch Touristenmassen mit oder ohne Hund, die in Scharen ihr Prospektvergnügen am Strand suchen und dabei so manche Vogelart von ihren Brutplätzen vertreiben. Weiterlesen

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Biodiversität: Artensterben nicht nur „ganz weit weg“, sondern hier

Heute ist der „Internationale Tag der Biodiversität“, zu Deutsch Artenvielfalt.
Und mit der steht es schlecht auf der Welt.

(C) Europäische Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen

In Bonn wurde in dieser Woche die 9. UN-Naturschutzkonferenz durch den amtierenden Bundesumweltminister Gabriel eröffnet.
Greenpeace und wie sie noch alle heißen trommelte dazu auf den Bonner Straßen den Takt und machte auf die bedrohten Regenwälder aufmerksam, die ja bekanntlich ganz weit weg sind. Weiterlesen

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