
Foto: Manfred Knake
Nur wenige Meter vor meinem Arbeitszimmer entfernt verpennen seit einiger Zeit Waldohreulen den Tag, in wechselnder Zahl. Auch ein ordentlicher Sturm wie in den letzten Tagen lässt sie ruhig im schwankenden Baum sitzen. Küsteneulen kennen das. Aus der Nähe fotografiert werden mögen sie nicht, sie machen sich dann ganz „dünn“ und blinzeln beunruhigt. Mit Beginn der Dämmerung huschen die schwarzen Eulenschatten vorbei. Manchmal macht auch eine Eule im Halbdunkeln direkt vor dem Fenster Station, dreht den Kopf nach Eulenart und sieht beim Tippen zu.
Kein Rumpelstiltzchen, sondern ein Pfannenstielchen machte sich vor unserem Küchenfenster zu schaffen, auf der Suche nach Nahrung. Derzeit vagabundieren hier kleine Trupps von Schwanzmeisen (Aegithalos caudatus) durch den Garten. Sie turnen kopfüber und kopfunter im Geäst herum und sitzen kaum einmal still. Wegen des ungewöhnlich langen Schwanzes für so einen kleinen Vogel werden sie auch passend „Pfannenstielchen“ genannt.

