„Klimawandelleugner“: Ticken die Grünen noch richtig?

11-11-2010

Nach „Holocaustleugnern“ nun die „Klimawandelleugner“? Die Bündnisgrünen starten dazu eine Anfrage im Bundestag. Allein der Begriff „Klimawandelleugner“ ist völliger Unsinn. Wie kann man denn den Klimawandel leugnen? Ebenso könnte man auch Ebbe und Flut leugnen. Richtig ist die verbreitete Skepsis am menschengemachten Klimawandel und dem tatsächlichen Einfluss des Spurengases CO2 mit einem Anteil von 0,038 Prozent an der Atemluft. Diese Skepsis wird von den Grünen perfider Weise absichtlich mit der Wortwahl in die Nähe der „Holocaustleugner“ gerückt.


Ursprünglich wurde das Wort „Kimaleugner“ vom ökologisch-industriellen Komplex und den damit verbandelten Umweltorganisationen  in die Welt gesetzt, um Skeptiker des menschengemachten Klimawandel zu isolieren und zu kriminalisieren. Skepsis ist schlecht für das Geschäft mit dem CO2-Ablass- und Zertifikatshandel, die Branche der Erneuerbaren Energien, die Dämmstoffindustrie und die Mittel für politisch korrekten Klimafoschungsinstitute. Jetzt wird von den Bündnisgrünen noch mit „Wandelleugnern“ eins draufgesetzt!

Zielscheibe in der Anfrage der Bündnisgrünen ist Fred Singer, renommierter Atmosphärenpysiker, der als Exponent der Entlarvung des Klimaschwindels diffamiert werden muss! Schlagend war sein Beitrag im Filmbeitrag “ The Great Global Warming Swindel“. Singer hatte vor einigen Wochen vor Bundestagsabgeordneten referiert und wohl deren offizielles und politisch korrektes CO2-Weltbild ins Wanken gebracht.

Das ist wohl der Hintergrund der Attacke der Bündnisgrünen, die ohne Klimaalarmismus, Erneuerbare Energien und Multikulti ziemlich nackt dastehen würden. Wer sich nüchtern mit Fred Singer beschäftigt, sollte dies lesen:

Global Warming – Scientific Controversies in Climate Variability

International seminar meeting at The Royal Institute of Technology

(KTH), Stockholm, Sweden, September 11-12th 2006

http://gamma.physchem.kth.se/~climate/ (unter Presentations)

Den Bannstrahl und Zorn der Grünen traf auch die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Marie-Luise Dött. Sie hatte auf einer Veranstaltung geäußert, sie betrachte Klimaschutz als eine Ersatzreligion. Umgehend meldete sich Hermann Ott, Sprecher der deutschen Grünen für Klimaschutz, zu Wort und bezeichnete Marie-Luise Dött als «peinliche Witzfigur». Die CDU sei aufgefordert, sich von den Äußerungen Dötts zu distanzieren, und die CDU gehorchte brav. Die SPD stimmte in den schrillen Chor ein. Die Schweizer Weltwoche griff diese Hexenverfolgung am 06. Oktober 2010 auf.

In der Tat gibt es eine Fülle von wissenschaftlichen peer-reviewed Publikationen, die sich kritisch mit dem vorgeblichen und so durch die Medien gepeitschten anthropogenen Klimawandel auseinandersetzen, nur finden solche Beiträge nicht den Weg in die breite Öffentlichkeit oder werden als Minderheitenmeinung abgetan.

Unter

http://www.populartechnology.net/2009/10/peer-reviewed-papers-supporting.html

findet man mit Datum 25. July 2010 eine Auflistung: „800 Peer-Reviewed Papers Supporting Skepticism of `Man-Made` Global Warming (AGW) Alarm“, darunter alleine 9 Papiere, bei denen der geschmähte Fred Singer Autor oder Mitautor ist. Dazu kommen die Enthüllung des Skandals „Climate Gate“ zu manipulierten, aber gehackten eMails von Klimaforschern des Hadley Instituts der University of East Anglia.

Die Bündnisgrünen entlarven sich als durchideologisierte Faktenleugner und Opfer ihrer eigenen Propaganda, die vor nichts zurückschrecken, eine Klima-Inquisition. DAS sollte Gegenstand einer Anfrage im Bundestag sein!

Deutscher Bundestag Drucksache 17/3613

17. Wahlperiode 03. 11. 2010

Seite 1, November 10, 2010,

Kleine Anfrage (elektronische Vorab-Fassung)

 

der Abgeordneten Dr. Hermann Ott, Bärbel Höhn, Hans-Josef Fell, Sylvia Kotting-Uhl, Oliver Krischer, Undine Kurth (Quedlinburg), Nicole Maisch, Dorothea Steiner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

Position der Bundesregierung zur Leugnung des Klimawandels

Die so genannten „Klimawandelskeptiker“ oder „Klimawandelleugner“ sind seit Jahren eine feste Größe in der amerikanischen Politik. Ihr Einfluss auf die amerikanische Klimapolitik ist nicht unerheblich. Sie werden hauptsächlich von fossilen Industrien wie Exxon (Esso) oder Koch Industries gefördert und unterstützt. Nun scheint der Einfluss auch in Deutschland und Europa zuzunehmen.

In den vergangen Wochen gab es unterschiedliche Presseberichte, u. a. in der „FinancialT imes Deutschland“ und dem Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“, dass bekannten Leugnern des Klimawandels in den Bundestagsfraktionen von CDU und FDP ein Diskussionsforum gegeben wird und einige Abgeordnete der CDU und FDP Fraktion offen mit den Thesen des Klimawandelleugners Fred Singer sympathisieren. Diese und andere vermehrte Aktivitäten der so genannten „Klimaskeptiker“ in Deutschland geben Anlass, die Bundesregierung nach ihrer Bewertung zu fragen.

Wir fragen die Bundesregierung:

1. Sind der Bundesregierung wissenschaftlich publizierte und einem Peer Review unterzogene Arbeiten bekannt, die den vom Menschen verursachten Klimawandel in Frage stellen und dies entsprechend mit wissenschaftlichen Daten untermauern?

2. Gibt es nach Ansicht der Bundesregierung überhaupt eine wissenschaftliche Diskussion darüber, ob der Klimawandel stattfindet und ob der Mensch einen entscheidenden Einfluss auf diesen hat?

3. Sind der Bundesregierung wissenschaftliche Publikationen des US-amerikanischen Physikers Fred Singer zum Thema Klimaschutz bekannt? Wie bewertet die Bundesregierung die wissenschaftliche Reputation von Herrn Singer in Sachen Klimaschutz?

4. Sind die von Fred Singer und anderen vorgetragenen Argumente für die Bundesregierung nachvollziehbar und „einleuchtend“? Wie bewertet sie Aussagen von Herrn Singer, dass „Politiker die den Klimawandel aufhalten wollen gefährlicher sind als der Klimawandel selbst“?

Seite 2

 

5. Ist der Bundesregierung bekannt, für welche Themen Herr Singer sich bisher
sonst eingesetzt hat? Wie beurteilt sie, dass er z.B. die Gefahren des
Passivrauchens in Frage gestellt, oder die Schädigung der Ozonschicht
durch FCKW bestritten oder den sauren Regen verharmlost hat? Wie bewertet
die Bundesregierung vor diesem Hintergrund die Aktivitäten von
Herrn Singer gegen den Klimaschutz und die Glaubwürdigkeit seiner Argumente?
6. Ist der Bundesregierung bekannt, von wem Herr Singer in der Vergangenheit
für seine Aktivitäten finanziert worden ist? Sind der Bundesregierung
in Deutschland Geldgeber bekannt, die – ähnlich wie Exxon und Koch Industries
in den USA – die Aktivitäten von Klimawandelleugnern finanzieren?
7. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung, dass man durch Veranstaltungen
mit Herrn Singer reinen Interessenvertretern der fossilen Energiewirtschaft
ein Forum gibt und damit deren unwissenschaftliche Arbeiten und
unseriösen Aktivitäten bewusst aufwertet?
8. Gibt es auch innerhalb der Bundesregierung Stimmen, die die menschliche
Ursache des Klimawandels in Frage stellen?
9. Wie beurteilt die Bundesregierung die Aktivitäten des Europäischen Instituts
für Klima und Energie (EIKE) zum Thema Klimawandel, das von Fred
Singer unterstützt wird? Bearbeitet das Institut nach Auffassung der
Bundesregierung wissenschaftliche Fragestellungen zum Thema Klimawandel?
10. Ist der Bundesregierung bekannt, ob Veranstaltungen von Klimawandelleugnern
auch von öffentlichen Mitteln finanziert werden, z.B. über das
Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung?
11. Befürwortet die Bundesregierung grundsätzlich die Aufwendung von
öffentlichen Mitteln zur Verbreitung der Thesen von Klimawandelleugnern
wie Fred Singer?
Berlin, den 3. November 2010
Renate Künast, Jürgen Trittin und Fraktion
5. Ist der Bundesregierung bekannt, für welche Themen Herr Singer sich bisher sonst eingesetzt hat? Wie beurteilt sie, dass er z.B. die Gefahren des Passivrauchens in Frage gestellt, oder die Schädigung der Ozonschicht durch FCKW bestritten oder den sauren Regen verharmlost hat? Wie bewertet die Bundesregierung vor diesem Hintergrund die Aktivitäten von Herrn Singer gegen den Klimaschutz und die Glaubwürdigkeit seiner Argumente?

6. Ist der Bundesregierung bekannt, von wem Herr Singer in der Vergangenheit für seine Aktivitäten finanziert worden ist? Sind der Bundesregierung in Deutschland Geldgeber bekannt, die – ähnlich wie Exxon und Koch Industries in den USA – die Aktivitäten von Klimawandelleugnern finanzieren?

7. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung, dass man durch Veranstaltungen mit Herrn Singer reinen Interessenvertretern der fossilen Energiewirtschaft ein Forum gibt und damit deren unwissenschaftliche Arbeiten und unseriösen Aktivitäten bewusst aufwertet?

8. Gibt es auch innerhalb der Bundesregierung Stimmen, die die menschliche Ursache des Klimawandels in Frage stellen?

9. Wie beurteilt die Bundesregierung die Aktivitäten des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) zum Thema Klimawandel, das von Fred Singer unterstützt wird? Bearbeitet das Institut nach Auffassung der
Bundesregierung wissenschaftliche Fragestellungen zum Thema Klimawandel?
10. Ist der Bundesregierung bekannt, ob Veranstaltungen von Klimawandelleugnern auch von öffentlichen Mitteln finanziert werden, z.B. über das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung?

11. Befürwortet die Bundesregierung grundsätzlich die Aufwendung von öffentlichen Mitteln zur Verbreitung der Thesen von Klimawandelleugnern wie Fred Singer?

Berlin, den 3. November 2010
Renate Künast, Jürgen Trittin und Fraktion

3 Kommentare to “„Klimawandelleugner“: Ticken die Grünen noch richtig?”

  1. Bastian Branton 22 Nov 2010 at 23:55

    Die einleitende Frage, ob die Grünen noch richtig ticken, schließt die Möglichkeit ein, daß die Grünen noch richtig ticken. Das ist aber nach der hier beschriebenen Anfrage der Grünen überaus unwahrscheinlich.
    Wahrscheinlicher ist, daß auch die Massen an potentiellen Wählern dieser seltsamen Gruppierung zwar einerseits nur das Gute wollen, aber andererseits wohl doch nicht richtig ticken.

  2. Schweickhardton 27 Nov 2010 at 19:15

    Bitteschön,
    der Klimawandel ist nicht das Problem, wir werden uns anpassen, wir haben ja viel Zeit.
    Das Problem ist die „Grosse Transformation“ sprich die aufkommede Ökodiktatur und die ängstlichen und schuldig fühlende Gemüter.
    Der Klimaschutz ist das ideale Machtmittel und die politische Kaste und dere Lakaie werden uns ja nicht in die Unschuld entlassen.
    Wir müssen uns emanzipieren von diesen Gutmenschen.
    Gruß Gerhard Schweickhardt

  3. peteron 12 Dez 2010 at 08:34

    Also ich erkenne bei der Anfrage nur kritische Fragen, oder sollte man etwa in Deutschland keine Fragen mehr stellen dürfen?