
Holtgast, Waldweg, Eichenkahlschlag auf einem Wall – Foto: Manfred Knake
Holtgast, Waldweg: Hier standen bis Anfang 2026 ca. 20 alte gesunde Eichen auf einem Wall. Nun ragen nur noch die Stümpfe aus dem Boden, das Astwerk liegt aufgehäuft am Straßenrand und wartet darauf, beim Osterfeuer in Flammen aufzugehen. Die Bäume störten wohl an den neuen angrenzenden Bauplätzen, mindestens 30 Baugrundstücke sollen hier entstehen, handtuchgroß, auf nassem Untergrund. Obwohl die Eichen niemand im Wege stehen, mussten sie fallen.
Das Problem liegt bei der Kommunalpolitik, nicht nur in Holtgast: In vielen Räten definiert man die „erfolgreiche“ Ratsarbeit über die Anzahl der neu ausgewiesenen Baugebiete, die auch in Ostfriesland viele Dörfer entstellt und die sich in einen ausufernden „Siedlungsbrei“ verwandelt haben.
Auch in Holtgast werden in absehbarer Zeit viele bereits bestehende Häuser den Besitzer wechseln. Die ältere Generation stirbt so langsam aus, der Lauf der Zeit. Warum also immer neue Baugebiete, die den Ort nicht schöner machen? Im Wochenmagazin „Der Spiegel hatte das schon 2017 auf dem Schirm:
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Spiegel online, 19. Juni 2017
Deutschlands Bauherren bauen in einigen ländlichen Regionen zu viele neue Eigenheime. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Vor allem in vielen Landkreisen werde derzeit deutlich mehr gebaut, als angesichts schrumpfender Einwohnerzahlen und bestehender Leerstände sinnvoll wäre.[…] mehr aus dem „Spiegel“ hier
Und wie alles mit den Baugrundstücken am Waldweg begann, kann man hier nachlesen:
(2015): Ratsherr F. und der wohnungslose Bisam, Link:
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