Harald Martenstein im fiktiven „Prozess gegen Deutschland“ (Verbot der AfD), durchgespielt im Hamburger Thalia-Theater

Grafik: KI (ChatGPT/Soa) – Idee: dwarsloper

Der Publizist Harald Martenstein äußerte sich pointiert für die Meinungsfreiheit und gegen die Geschichtsvergessenheit in Deutschland anlässlich des fiktiven „Prozesses gegen Deutschland“ (Verbot der  AfD), durchgespielt im Hamburger Thalia-Theater. Ihn sollte man sich ansehen und ihm zuhören (!) – und auf die Reaktion der offensichtlich links-grünen Zuhörerschaft achten.

An die Adresse der Zuhörer gerichtet (Auszug): […] Ich sage es noch einmal. Bei all diesen Fragen kommt es nicht auf richtig oder falsch an. Es geht nur darum, ob etwas in eine Demokratie erlaubt sein muss oder nicht. Es gehört zu den Merkmalen demokratischer Staaten, dass dort das Spektrum des politisch erlaubten sehr breit ist. Sie müssen sich also gegen ihr Naturell damit abfinden, dass es in einem freien Land mit freien Wahlen nicht immer so läuft, wie Sie es möchten. Falls Sie das überfordert, liegt das Problem bei Ihnen und nicht bei denen, die anders denken als Sie. […] Wer alle Rechten Nazis nennt, nur weil sie keine Linken sind, ist wirklich ein historischer Analphabet. Aber das wäre verzeihlich. Unbildung ist ja kein Verbrechen. Ihnen werfe ich vor, daß Sie wissen, was Sie tun. Sie wissen, daß Sie nicht das Vierte Reich verhindern, sondern daß sie lediglich ihre politische Konkurrenz ausschalten möchten. […]

Hier das Video mit seiner vollständigen Rede, transkribiert hier:

Deutschlandfunk Kultur, 15. Febr. 2026:

Fiktives AfD-Verbotsverfahren im Thalia Theater beginnt
Am Hamburger Thalia Theater wird in einer Inszenierung des Schweizer Regisseurs Milo Rau in einem fiktiven Gerichtsverfahren ein mögliches Parteienverbot der rechtspopulistischen AfD durchgespielt. Die Pseudo-Verhandlung dauert drei Tage und wird im Internet übertragen. Den Vorsitz hat die ehemalige Bundesministerin der Justiz, Herta Däubler-Gmelin, von der SPD. […]

https://www.deutschlandfunkkultur.de/fiktives-afd-verbotsverfahren-im-thalia-theater-beginnt-104.html

Nachsatz:

Ein Beispiel der im wahrsten Sinne des Wortes schreieenden Geschichtsvergessenheit oder des historischen Analphabetismus ist „unsere“ Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis 26 Friesland, Wilhelmshaven, Wittmund. Siemtje Möller (SPD), die laut Vita Politik fürs Lehramt studiert hat, hetzte vor der Bundestagswahl 2025 mit sich überschlagender Stimme in Schortens vor den Räumen einer AfD-Veranstaltung. Sie rückte die AfD-Politiker unter Gebrüll ihrer Zuhörer in die Nähe der Nationalsozialisten und des Holocaust. 

O-Ton Möller:

Mehr als 6 Millionen Menschen tot, das Land in Schutt und Asche, wir waren gesellschaftlich, wirtschaftlich, intellektuell wie finanziell, das Land war völlig ruiniert; am Anfang stand die Schwäche, das Ende war der Krieg und der Ruin für unser Land. Und diese Leute da drin haben genau dasselbe vor mit unserem Land und sie werden der Ruin für unser Land sein. Und ich mach davon ’n kleines Video von hier vorne, dass wir zeigen, dass wir viel mehr sind als die da drinnen. Macht mal laut!“

Das war nicht nur unanständig, das klang nach Volksverhetzung.

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Eine Antwort zu Harald Martenstein im fiktiven „Prozess gegen Deutschland“ (Verbot der AfD), durchgespielt im Hamburger Thalia-Theater

  1. Jürgen Lohs sagt:

    Martenstein – Dessen letzter Satz diskreditiert seine Vorrede!

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