Vorwärts immer, rückwärts nimmer, oder so ähnlich wie weiland in der DDR von Erich H. (der, der das Licht ausmachte) verbreitet: „Die Energiewende in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf „. Und so geht es denn auch weiter in der Samtgemeinde Esens im Landkreis Wittmund mit den „Erneuerbaren“ aus Wind und Sonne. In Fulkum sollen neue Windkraftanlagen entstehen (da stehen schon fast 50 Anlagen im Nachbarort Utgast), auch in Stedesdorf arbeitet man an einer „Verdichtung“ des bestehenden Windparks, obwohl das gesetzliche Soll an Windpropellern im Landkreis schon weit übererfüllt ist. Geldgeilheit, sonst nichts, ist die Triebfeder. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz als Gelddruckmaschine für die Betreiber zu Lasten der Steuerzahler und die neuen lobbygeführten Beschleunigungsgesetze der Bundesregierung machen es möglich. Der neue Landschaftshammer sind Agri-Photovoltaikanlagen, große Solarpaneele, unter oder zwischen denen noch landwirtschaftliche Nutzung möglich ist.

Solar“park“-Standort – Bildquelle: google earth/Airbus
In der Samtgemeinde Esens wird auf 15,7 Hektar Gesamtfläche incl. den baulichen Nebenanlagen, Trafos und geschotterten Zuwegungen (das sind 157.000 Quadratmeter) ein Monster geplant, das man, boah ey, „Interkommunaler Agri-Solarpark Esens-Stedesdorf“ nennt. Der Bauausschuß der Samtgemeinde Esens in seiner Weisheit nickte die Beschlussempfehlung am 23. Februar 2026 mehrheitlich ab:
Bebauungsplan Nr. 111 „Interkommunaler Agri-Solarpark Tonnenkamp“ der Stadt Esens als vorhabenbezogener Bebauungsplan gemäß § 12 BauGB mit örtlichen Bauvorschriften gemäß § 84 Abs. 3 Niedersächsische Bauordnung (NBauO)
-Präsentation
-Aufhebung desAufstellungsbeschlusses vom 17.06.2024
-Aufstellungsbeschluss
-Beschluss über die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit und frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange
Beschluss: mehrheitliche Beschlussempfehlung
Abstimmung: Ja: 5, Nein: 1, Enthaltung: 1
Projektüberblick Agri-PV-Tonnenkamp
Standort
▪ Interkommunales Vorhaben in Esens / Stedesdorf
▪ Gesamtfläche: ca. 15,7 ha
▪ Landwirtschaftlich genutzter Außenbereich
Leistungsdaten
▪ Installierte Leistung: bis zu 10 MWp
▪ Stromerzeugung: Versorgung von bis zu 2.800–3.000 Haushalten
▪ Beitrag zur regionalen, erneuerbaren Energieversorgung
Alles geschönt, oder gelogen: „Versorgung von bis zu 2.800–3.000 Haushalten“? Und nachts und in der dunklen Jahreszeit? Da bringt der Solarpark noch nicht einmal eine Energiesparlampe zum Leuchten! Wissen unsere „Volksvertreter“ im Rat eigentlich, was „10 MWp“ bedeuten? Diese zehn Megawatt (=10.000.000 Watt) werden als „peak“-Wert unter idealsten Bedingungen nur in der Mittagszeit bei voller Sonneneinstrahlung ins Netz eingespeist. Damit kann man rechnerisch z.B. 10.000 Staubsauger a´ 1000 Watt Leistung für ein bis zwei Stunden betreiben, wenn die Sonne mittags scheint. Bei bedecktem Himmel fällt die Leistung rapide ab. Ein Fliegenschiss der Stromerzeugung, kein Beitrag zur „Energieversorgung“. Den verlässlichen und grundlastfähigen Strom in Deutschland erzeugen immer noch die fossilen Wärmekraftwerke, von denen einige aus grün-ideologischen Gründen abgeschaltet oder gar gesprengt wurden. Diese Sabotage an der verlässlichen Stromversorgung haben auch Politiker zu verantworten, zwar nicht die aus Esens, aber andere, die sich in den Parteien bis in den Bundestag hochgedient haben, die fachliche Qualifikation ist wohl zur Nebensache geworden.
exit-esens.de hat am 05. März die recherchebefreite Berichterstattung zu diesem Energie-Fliegenschiss im Lokalblatt „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund, seit kurzem Teil der SPD-lastigen Madsack-Mediengruppe, kommentiert.
Hier geht es zum exit-esens-Beitrag: Versuchskaninchen –
auf 15,7 ha Freilandhaltung
