Kitesurfer im niedersächsischen Wattenmeer: Hatemails und vertriebene Vögel

Bitte die edits am Ende des Beitrages beachten!

Wenn Argumente stören, wird gepöbelt, eine altbekannte Tatsache.

Einige Kitesurfer (edit#1, 13.Okt.2009: Die Betonung liegt auf „einige“, um Missverständnissen und Verallgemeinerungen vorzubeugen!) , die gerne an den „Spots“ im Wattenmeer ihre Fun-Sportart ausüben, laufen mit ihren Regelverletzungen derzeit zur Hochform auf, und merken es gar nicht. Da muss man sich doch fragen, ob durch die Muskelmasse, der es bedarf, um seinen Drachen zu steuern, das Hirn einfach abgeschaltet wird.

Upelward/LK Aurich: fliehende Alpenstranläufer, Foto: Voß

Kitesurfer vertreiben Alpenstrandläufer von ihren Rastflächen in der Ruhezone des Nationalparks (unterhalb des Nationalparkschildes)

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Tödlicher Welterbe-Draht

An der Nordseeküste im und am „Weltnaturerbe“ Wattenmeer wird für Weidevieh immer noch Stacheldraht verwendet. Die Folge können fürchterliche Verletzungen bei Wildtieren sein.

Foto: (C) Nordseehaus Dornumersiel

Diese tagaktive Sumpfohreule verfingt sich in der Ruhezone (strengste Schutzzone) des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer östlich von Nessmersiel (LK Aurich) im  Stacheldraht. Sie hing dort vermutlich stundenlang. Sie wurde befreit, musste aber wegen der schweren Verletzungen eingeschläfert werden. Dieses Bild ist eine Mahnung an alle Verantwortlichen, in diesem Großschutzgebiet auf Stacheldraht zu verzichten und stattdessen nur glatten Walzdraht  zu verwenden. Auf der Insel Spiekeroog hat man bereits damit begonnen, ca. 1,5 (einskommafünf) Kilometer Stacheldraht zu entfernen, 1,5 km von hunderten Kilometern an der gesamten Küste.

Kunst kaputt im Nationalpark Wattenmeer

Käme jemand auf die Idee, ein Feuchtgebiet in einem Kunstmuseum einzurichten, wäre Stirntippen angesagt: „Wohl nicht ganz dicht!“ Umgekehrt geht´s aber: In Dornumersiel im Landkreis Aurich steht ein riesiges Kunstwerk im Watt, mitten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, in der Erholungszone, direkt an der Grenze zur  Zwischenzone und der am strengsten, zumindest auf dem Papier, geschützten Ruhezone. Ende April wurde die Installation „Versagte Heimkehr“ von der Künstlerin Monika Kühling mit großem lokalen Pressebrimborium vorgestellt. Ein Nationalpark wird eigentlich zum Schutz von Tieren und Pflanzen eingerichtet, als Unterlage für etwas groß geratene Kunstwerke ist er  weniger geeignet.

Kunst im Watt_Nationalpark Nieders. Wattenmer- Dornumersiel Weiterlesen