Der englische Schriftsteller George Orwell (eigentlich Eric Blair) hat es in seinem Roman „1984“ erfunden, aktuell ist das auch auf 2026 übertragbar: „Krieg ist Frieden“ ist eine der Partei-Propagandaparolen in seinem Roman. Darin führt das totalitär regierte Ozeanien Dauerkriege an seinen Grenzen und hält damit die Bevölkerung unter angstmachender Kontrolle. Worum geht’s heute? Die NATO als westliches Verteidigungsbündnis, als das es 1949 in Washington D.C. gegründet wurde (Lord Hastings Ismay, der erste Generalsekretär der NATO damals: „To keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down“) erhielt am 01. Oktober 2026 in Münster den „Preis des Westfälischen Friedens“. Empfänger war der NATO-Generalsekretär Mark Rutte.
Die Jury
Das waren die „hochrangigen Vertreter“ der Jury, O-Ton auf der Webseite der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. :“In der Jury des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens beraten sich hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft zur Vergabe des Preises und zur Auswahl der Friedenspreisträger. Die Jurymitglieder nehmen an den Verleihungen und Konferenzen teil und sind eine Konstante in der Chronologie der Preisverleihung.“: Siegmar Gabriel (SPD), Alexander Graf Lambsdorff (Deutscher Botschafter in Russland), Jean-Claude Juncker (ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission), Friedrich Merz (Bundeskanzler und Vorsitzender der CDU Deutschland), Cem Özdemir (B90/Die Grünen, Ministerpräsident von Baden-Württemberg), Hendrik Wüst (CDU, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland), um nur einige zu nennen. Da weiß man doch, woher der inszenierte „Friedens“-Wind weht.
NATO und Frieden?
NATO und „Frieden“? Erinnert sei an die NATO Luftangriffe 1999 gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien unter Beteiligung der Bundesluftwaffe, ohne UNO-Mandat! Verteidigungsminister war damals Rudolf Scharping (SPD), Bundesaußenminister war Joseph „Joschka“ Fischer (B90/Die Grünen). Bei der „Operation Allied Force“ im Jahr 1999 kamen über 500 Zivilisten durch direkte Bombenanfriffe ums Leben (Erhebungen von Human Rights Watch). Dann der Afghanistan-Krieg, auch mit Beteiligung deutscher Truppen, wo die Bundeswehr laut damaligem Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) dort „die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland am Hindukusch verteidigt“. Dann erfolgte nach dem Zusammenbruch Sowjetrusslands die absprachewidrige NATO-Osterweiterung an die russische Grenzen im Baltikum. Im Russland-Ukraine-Krieg unterstützen die NATO-Staaten die Ukraine weiter mit Waffen und militärischer Beratung, obwohl der Krieg von Russland durch die Geländegewinne in den russischsprachigen Gebieten im Osten der Ukraine schon weitgehend entschieden wurde. Die westliche Politik und die damit verbandelten Mainstream-Medien wollen uns weismachen, dass „der Russe“ demnächst die NATO überfällt.
Die Preisverleihung kann man einreihen in das westliche Propagandanarrativ der neuen „Kriegstüchtigkeit,“ ausgerufen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), der von Kritikern auch „Kriegstreiber“ genannt wird. Auf den „NAchDenkSeiten“ wird diese eigentlich skandalöse Preisverleihung so kommentiert: „Ein ´Vegetarierpreis für Metzger´: NATO wird für ´Frieden geehrt“:
Ein „Vegetarierpreis für Metzger“: NATO wird für „Frieden“ geehrt