Julija Mendel, ehemalige Sprecherin des ukrainischen Präsidenten Selenskyj: kein Zutritt ins EU-Gebäude beim Plädoyer für Friedensgespräche

Foto: Vitalii Rudenko – Wikipedia, CC BY-SA 4.0,

Julija Mendel ist die ehemalige Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Zuvor war sie u.a. freie Mitarbeiterin der US-Zeitung New York Times. Sie lebt derzeit in den USA. Vor ihrer geplanten Rede in Straßburg wurde Mendel am 13. September 2026 per Präsidialerlass von Selenskyj wegen „Verbreitung von Desinformation und russischer Propaganda“ mit Sanktionen belegt. Ihre vorher verliehenen staatlichen Auszeichnungen wurden ihr aberkannt, ihre Vermögenswerte wurden eingefroren.

Kein Zutritt, Meinungsfreiheit nach EU-Art

In ihrer geplante Rede in den Räumen des  Europäischen Parlaments in Straßburg am 16. September 2026 wollte sie dezidiert für die Diplomatie statt weiterer Eskalation sprechen. Der Zutritt zum Parlamentsgebäude wurde ihr jedoch verwehrt, mit der fadenscheinigen Begründung, ihr Besucher-Badge sei abgelaufen.

Ihre Rede wurde daraufhin von außen zugeschaltet. Einladender Veranstalter war die AfD mit dem Thema „Frieden wagen – Diplomatie statt Eskalation“. In ihrer Rede kritisiert Mendel nicht nur Russlands Präsidenten Putin, sondern auch den ukrainischen Präsidenten Selenkyj: „Wer heute Selenskys Politik verteidigt, verteidigt einen Status quo, der für die Ukraine den Weg Afghanistans bedeutet und für den Westen eine historische Schande ist.“

Aus der Weltwoche (Schweiz) vom 17. Sept. 2026:

Diese Rede hielt Julija Mendel, Wolodymyr Selenskyjs ehemalige Pressesprecherin, am EU-Parlament in Strassburg am 16. September 2026. Sie wurde zugeschaltet, nachdem ihr der Zugang am selben Tag verweigert worden war. Ebenso hat die EU ihre Dolmetscher angewiesen, ihre Rede in englischer Sprache nicht zu übersetzen. Wir dokumentieren daher die Rede von Julija Mendel im Wortlaut und übersetzt.[…]

„Die Ukraine steht am Rande des Untergangs»:
Julija Mendel, Selenskyjs Ex-Pressesprecherin, plädiert im EU-Parlament für Gespräche mit Russland“

Das Transkript ihrer Rede zum Nachlesen hier

Link: Europarlament sperrt ukrainische Kriegs- und Selenskij-Kritikerin Julia Mendel aus

Und so sieht es der Berliner Tagesspiegel am 16.09.2026, ganz auf Linie „West“ und von Selenskyj, wie der übrige deutsche Mainstream auch, wenn der Vorfall überhaupt veröffentlicht wird: Selenskyjs Ex-Sprecherin spricht auf Veranstaltung der AfD: „Hier bekommt eine Person eine Bühne, die einfach Unsinn erzählt“

 

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