
Von Superbass – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=110508984
Hape (eigentlich Hans-Peter Wilhelm) Kerkeling ist bekannt als Comedian, bekannt u.a. auch als Kunstfigur „Horst Schlämmer“. Er ist aber nicht nur Entertainer und Comedian, sondern auch erklärter Gegner der AfD, die er als Nachfolgepartei der NSDAP wähnt. Mit einer Rede auf einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen KZ Buchenwald im April 2026 machte er auf das Schicksal seines Großvaters Hermann Kerkeling (1901–1965) aufmerksam, der als Kommunist 1942 von den Nationalsozialisten in das KZ gesperrt wurde.
Am 30. September 2026 trat Hape Kerkeling erneut als als Aktivist gegen die Schwefelpartei AfD auf , die nach Landtagswahlen in Sachsen Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern große Stimmenzuwächse erzielte– eigentlich nennt man das Demokratie, nur nicht bei allen. Im Thüringer Landtag kamen Juristen, Journalisten und sog. „Experten“ zu einer Anhörung zum AfD-Verbot zusammen, zu der auch Kerkeling als Nachfahre seines Großvaters geladen war: „Ich spreche als Nachfahre eines NS-Opfers“. Warum gerade Kerkeling -Fragezeichen. Kerkeling sah durch den politischen Wahlerfolg der AfD die „Demokratie in Gefahr“. Er warf die AfD wieder geschichtsvergessen mit der NSDAP in einen Topf, die üblichen abgedroschenen Versuche der Diskreditierung: „Angst, Lügen und Hass waren die Zutaten der nationalsozialistischen Ideologie – und sie sind es heute für die Marschrichtung dieser rechtsextremen Partei“ oder “Wir dulden keinen Faschismus“. Man muss die AfD nicht mögen und sie auch nicht wählen. Die Partei ist aber weder die Nachfolgepartei der NSDAP, noch ist sie „faschistisch“, das geht aus ihrem Programm nicht hervor. Kerkeling, der seinen Großvater Hermann für ein AfD-Verbot instrumentalisierte, vergaß nur die dunkle Seite seines Opas zu erwähnen. Richtig ist, dass Hermann Kerkeling im KZ Buchenwald eingesperrt war und 1945 von der Roten Armee befreit wurde. Richtig ist aber auch, dass sein Großvater ein Schwerkrimineller war, der vor der KZ-Inhaftierung neun Jahre wegen bandenmäßiger Einbruchsdiebstähle im Zuchthaus verbrachte. Dafür kann Hape Kerkeling nichts, aber die Auslassung dieser Details spricht nicht für den Enkel Kerkeling. Die bekanntgewordene kriminelle Vergangenheit von Opa K. wurde bis heute von vielen Mainstreammedien nicht thematisiert.
Kerkelings AfD-Attacken führten bereits zu einer Online-Petition mit ca. 150.000 Unterzeichnern – man mag es kaum glauben – in der er für das Amt des Bundespräsident vorgeschlagen wird. Kerkeling zeigte sich nicht abgeneigt, das Amt zu führen: In einem Gespräch mit stern TV und RTL sagte er im Sommer 2026: „Ich muss Ihnen ehrlich sagen, nach all dem, was in der Welt passiert und wer so an der Spitze von Nationen steht – ich schließe nichts mehr aus.“ Danke für die Warnung, aber bitte keine Entertainer, sondern nur seriöse Politiker „for president“.
Link zu Hermann Kerkelings krimineller Vergangenheit:
* Münsterland Zeitung, 19. Sept. 2026: