Friesland: Landratswahl 2026 – Schmierentheater gegen Kandidaten Martin Sichert (AfD, MdB) wegen „Zweifel an Verfassungstreue“

Martin Sichert – Wikipedia CC BY-SA 3.0 de

Martin Sichert ist seit 2017 Bundestagsgeordneter der Schwefelpartei AfD. Seit 2025 vertritt er den Wahlkreis 26 Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund. Von Beruf ist er Diplom Kaufman. Im Landkreis Friesland will er Landrat werden, am 13. September 2026 sind die Wahlen. Passgenau zwei Monate vor der Wahl wurde ihm mit Schreiben des Kreiswahlleiters vom 10. Juli 2026 u.a. dies brieflich mitgeteilt: „[…] Nach allgemeinen Hinweisen des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Digitalisierung besteht ein starkes Indiz für Zweifel an der Verfassungstreue…“ […].

Wo das „starke Indiz“ ausgemacht wurde, wird nicht erläutert. Aber in Hannover in der rot-grünen Landesregierung wird sich schon etwas passendes finden lassen.

Der Landkreis Friesland wird seit Jahren von der SPD regiert,  der derzeitige Landrat Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht mehr zur Wahl an. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) wohnt im friesländischen Ort Sande.

Sichert, der im Bundestag gesundheitspolitischer Sprecher seiner Partei ist, fiel in Berlin bisher nicht durch „Verfassungsuntreue“ auf, das hat man sich wohl im SPD-Politklüngel des Landkreises Friesland ausgedacht. Unabhängig davon, wie man zur AfD steht oder die Partei nicht wählt: Die Sache stinkt, könnte man sagen, es ist ein durchsichtiges Schmierentheater – oder ein Tribunal – um einen lästigen politischen Mitbewerber aus dem Weg zu räumen oder zumindest seine Wahlchancen zu mindern, etwas wird schon hängenbleiben. Nur kann das nach hinten losgehen. Sichert will dagegen Rechtsmittel einlegen.

Friesland-Politklügel

Zum Friesland-Politklüngel gehört auch Siemtje Möller (SPD) aus Varel, die ebenfalls Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis 26 und stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist. Sie entblödete sich nicht, im Bundestagswahlkampf 2025 in Schortens die AfD in die Reihe der Kriegsverursacher des 2. Weltkriegs und damit der NSDAP zu stellen. O-Ton Möller ins Mikro kreischend vor dem AfD-Versammlungslokal: „Mehr als 6 Millionen Menschen tot, das Land in Schutt und Asche, wir waren gesellschaftlich, wirtschaftlich, intellektuell wie finanziell, das Land war völlig ruiniert; am Anfang stand die Schwäche, das Ende war der Krieg und der Ruin für unser Land. Und diese Leute da drin haben genau dasselbe vor mit unserem Land und sie werden der Ruin für unser Land sein. Und ich mach davon ’n kleines Video von hier vorne, dass wir zeigen, dass wir viel mehr sind als die da drinnen. Macht mal laut!“
Hier bei Facebook als Video: https://www.facebook.com/sichertmartin/videos/615790124429011/

Auch bei ihr ist keine inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD wahrnehmbar, sondern nur un-„intellektuelle“ geschichtsvergessenen Hetzparolen. Wie armselig für eine Bandestagsabgeordnete und Gymnasiallehrerin, die Politik unterrichtete…

1. Nachtrag: Apollo News am 23. Juli 2026: „Rot-Grün hat in Niedersachsen ein perfides Verfahren entwickelt, um AfD-Kandidaten von kommunalen Spitzenämtern fernzuhalten.“

2. Nachtrag: Inzwischen wurden von Wahlausschüssen, deren Mitglieder selbst Parteimitglieder der Altparteien sind, weitere Nichtzulassungen zur Landrats- oder Bürgermeisterwahl wegen vorgeblich „mangelnder Verfassungstreue“ ausgesprochen, gegen AfD-Kandidaten. Dazu gehören Stephan Bothe (AfD), der derzeit Mitglied des Niedersächsischen Landtags ist und der für den Landratsposten in Lüneburg kandidiert, gegen Thorsten Moriße (AfD), Mitglied des Niedersächsischen Landtags, der als Oberbürgermeisterkandidat in Wilhelmshaven antritt und mindesten vier weitere AfD-Bewerber für Bürgermeisterposten im Lande. Grundlage der Gesinnungs-Überprüfung ist das kürzlich geänderte Kommunalverfassungsgesetz in Niedersachsen. Der Niedersächsische Verfassungsschutz hat den AfD-Landesverband Niedersachsen am 17. Februar 2026 als gesichert mit „rechtsextremistischen Bestrebungen“ und „Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung“ eingestuft und damit vom bloßen Verdachtsfall hochgestuft. Der Verfassungsschutz ist der niedersächsischen Innenministerin Daniela Behrens (SPD) unterstellt und agiert, wie Kritiker befürchten, als politische Polizeibehörde, um unliebsame parteipolitische Konkurrenten auszuschalten: Der Entzug des passiven Wahlrechts auf kaltem Wege. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

 

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