Die „Esenser Bürgerinitiative“, die Massendemos „gegen rechts“ – und die Unwahrheiten von „Correctiv“

https://esenserbuergerinitiative.de/aufruf-demo-zur-demokratie/ abgerufen am 31. Juli 2026

Im Januar 2024 bebte die Republik: Das „Medienhaus Correctiv“ (Eigenbezeichnung: „CORRECTIV ist ein gemeinwohlorientiertes Medienhaus, das Demokratie stärkt“) hatte den sog. „Geheimplan gegen Deutschland“ veröffentlicht, das sich auf ein privates Treffen von konservativen Politikern (aus CDU, Werteunion und AfD) und Unternehmern bei Potsdam im November 2023 bezog. Das Treffen wurde stasi-like von Correctiv ausgespäht, angeblich wurde dort über die „Ausweisung“ von Ausländern diskutiert. Die Mainstream-Medien machten daraus die „Wannseekonferenz 2.0“ und „Deportationen“ mit Bezug auf die Potsdamer nationalsozialistische Konferenz im Januar 1942 mit den Vorbereitungen zur Massenvernichtung der jüdischen Bevölkerung.

Die Folge von den sog. Correctiv-“Enthüllungen“: Massendemonstrationen gegen die AfD und gegen „rechts“, auch hier im eigentlich beschaulichen Esens. Am 28. Januar 2024 riefen verschiedene lokale Institutionen, Vereine, Schulen (!) und Parteien zum „Aufruf Demo zur Demokratie“. Und viele kamen. In der Nachschau stellten ich die Correctiv-“Enthüllungen“ jedoch als Unwahr heraus: „Im Wesent­li­chen unwahr; unklar, ungenau und unvoll­ständig“, so das Berliner Kammergericht im März 2026. Geklagt hatte ein Teilnehmer des Treffens.

Auch die „Esenser Bürgerinitiative“ (EBI), im Esenser Stadtrat und im Samtgemeinderat vertreten, rief 2024 zur Demo auf, und hat bis heute ihre WebSeite nicht korrigiert.

Dwarsloper erinnerte EBI am 25. Juli 2026 per Mail daran, dass die Kernaussagen von Correctiv, die zum Demo-Aufruf führten, falsch waren. Reaktion von EBI: keine, der Demo-Aufruf steht bis heute, zweieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung, immer noch unverändert auf der EBI-WebSeite. EBI tritt im September 2026 wieder zur Kommunalwahl an. Wer wider besseres Wissen so lasch mit der Wahrheit umgeht und nicht fähig ist, Falsches zu korrigieren, ist eigentlich nicht wählbar.

eMail vom 25. Juli 2026:

Moin EBI,



auf der EBI-Webseite befindet sich immer die Correctiv-Lüge mit Demo-Aufruf: 

https://esenserbuergerinitiative.de/aufruf-demo-zur-demokratie/ 

“Aufruf Demo zur Demokratie 
28. Januar 2024 
Die bestürzenden Correctiv-Enthüllungen zum konspirativen Treffen von Politiker*innen der AfD-und anderen Rechtsextremen erinnern an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Die Esenser Bürgerinitiative ruft dazu auf, gemeinsam ein Signal gegen diese bedrohlichen Entwicklungen in unserer Gesellschaft zu senden.“ 



Hier das m.W. letzte Urteil des Landgerichts (LG) Berlin vom 17. März 2026 (27 O 379/25) 

“Deshalb verbietet das LG Berlin Correctiv eine Kernaussage „Im Wesent­li­chen unwahr; unklar, ungenau und unvoll­ständig“ 

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/so-begruendet-das-lg-berlin-ii-die-correctiv-niederlage 

(Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die nächste Instanz ist das Kammergericht Berlin) 

Vorausgegangen war dies Urteil vom 24.09.2025: 

LG Berlin II entscheidet anders als OLG Hamburg Cor­rectiv ver­liert gegen Vos­gerau wegen Potsdam-Recherche 

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lg-berlin-ii-27o13525-ulrich-vosgerau-correctiv-muss-aussagen-unterlassen-geheimplan-deutschland 



Der Sachstand sollte fairerweise in den EBI-Beitrag eingearbeitet werden, weil man die Seite sonst als Propagandaschleuder einordnen müsste. 

Grüße 

MK 



P.S.: Eine kritische rechtliche Würdigung des Correctiv-Vorgehens hier am 19.11.2025: 

“Darf Correctiv von einem „‚Masterplan‘ zur Ausweisung deutscher Staatsbürger“ schreiben, obwohl es in Potsdam nicht um Ausweisungen ging? Ja, meint das LG Hamburg und blendet dabei die Wirkungen des Artikels auf Medien und Bürger aus.“ 

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/correctiv-verhandlung-lg-hamburg-masterplan

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