Zitat aus der Nordwest Zeitung, Oldenburg, 12. Jan. 2026, Interview mit dem Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider (SPD):
„Klimaschutz macht uns unabhängiger von Machtspielen“
[…] Schneider: Die erneuerbaren Energien sind die günstigste Energiequelle. Aber an der Strombörse bestimmen meist Kohle- und Gaskraftwerke den Preis. Je mehr Erneuerbare wir haben, desto günstiger wird auch der Strompreis, weil sie Gas und Kohle aus dem Markt drängen. Auch deswegen muss das schneller gehen mit dem Ausbau. […]
Der Minister in seiner Parteiblase (der ist auch zuständig für den Naturschutz!) redet faktenbefreiten Unsinn, jeder Strombezieher in Deutschland zahlt die fast höchsten Strompreise auf der Welt, „dank“ der „erneuerbaren Energien“ aus Wind und Sonne, die nur unregelmäßig ins Netz einspeisen – bei Flaute, Schwachwind und Dunkelheit liefern sie nichts. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert den Wind- und Solarbetreibern eine Einspeisevergütung für 20 Jahre, vom Steuerzahler bezahlt. An der Leipziger Strombörse wird Wind- und Solarstrom beim nicht bedarfsgerechten Überangebot zu Minuspreisen verschleudert, d.h. die Energieversorgungsgesellschaften müssen dafür zahlen, dass der Strom ins Netz eingespeist wird. Ohne Wärmekraftwerke, die die nötige Grundlast und Netzstabilität von 50 Hertz liefern (Regelenergie), funktioniert keine Windkraft- oder Solaranlage. Weiß der Mann das nicht? Man sollt es im sagen.
Diesen Minister-Unsinn lassen die fragenden Redakteure so stehen, ohne nachzuhaken, warum z.B. deutsche energieintensive Industrien wegen der hohen Strompreise ihre Produktion ins Ausland verlagern oder verlagern wollen! Was ist bloß aus der Presse geworden?
Fachfremder Minister, das sagt eigentlich alles
Das schreibt Wikipedia u.a. über Minister Schreiber, von Beruf Banker: „Carsten Schneider trat bis dahin nie mit Umweltpolitischen Themen in Erscheinung; der Finanzpolitiker hat keinen fachlichen Hintergrund in Umwelt-, Natur- oder Klimaschutz. Er habe das Umweltministerium vor allem bekommen, um den innerparteiliche Proporz in der SPD zu wahren in dem ein Mitglied des konservativen Seeheimer Kreises einen Ministerposten bekommen habe, so Jost Marin von der taz. Zudem habe man mit ihm auch noch einen Ostdeutschen SPDler im Kabinett. Mit Schneider als Bundesumweltminister setze die SPD eine Unart ihrer Politik fort: ´fachlich weitgehend ahnungslose Parteifreunde übernehmen fachlich sehr anspruchsvolle Ministerien.´“