Wie man den Hype vermarktet: Klimaschutzpapier

Bis vor kurzem hieß das noch „Umweltschutzpapier“ und sollte die Welt retten. Hat´s gewirkt? Nun geht es mit dem „Klima“ unverdrossen und geschäftsfördernd weiter, Papier ist bekanntlich geduldig. Und warum steckt das Thermometer im Baltikum? Ist das der viel zitierte „Arsch der Welt“?

Ein Gedanke zu „Wie man den Hype vermarktet: Klimaschutzpapier

  1. Statt im Baltikum hätte man das Thermometer sinnhafter Weise besser im Berliner Reichstag positionieren sollen. Zumindest im übertragenen Sinne tät’s dann gleich in mehreren Ärschen stecken. Sicherlich hat aber der Designer mit klimaschützerischer Gesinnung welcher den Block – selbstverständlich am klimaschützenden PC – entwarf, nur nicht richtig getroffen. Die Klimadebatte ist schließlich ein zu neues Phänomen, als dass man bei einem schlichten Produktdesigner das Wissen veraussetzen könnte, wohin er sich sein Fieberthermometer idealerweise zu stecken hat.

    Übrigens: Heute erstmalig beim örtlichen Discounter eisbärenrettende Energiesparlampen gesichtet. Auf der Rückseite der Verpackung auch gleich der wohlmeinende Hinweis, dass nach Gebrauch nicht in den Hausmüll sondern in den Sondermüll entsorgt werden soll. Leider wurde allerdings auf Anhieb nicht ganz klar, ob der Hinweis nun auf die Energiesparlampe oder auf Eisbären gemünzt ist.

    Das „Klimaschutzpapier“ finde ich persönlich allerdings klasse. Das konkretisiert endlich mal den doch sehr schwammigen Begriff des „Umweltschutzpapiers“ und lässt sicherlich demnächst auch klimabewusste deutsche Behörden ihren Schriftverkehr ausschließlich auf Klimaschutpapier ausdrucken. Wer also demnächst vom Finanzamt die Rechnung für die Kfz-Steuer seines schadstoffarm-begünstigten neuen Porsche Cayenne präsentiert bekommt, der zahlt dann auch gleich mit doppelt entlastetem Gewissen. Das sorgt denn auch ganz unmittelbar für „freundliches Klima“ allenthalben.

    Werner Hupperich

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