Ein altes Grabdenkmal in Esens

Foto: Manfred Knake

Das Foto zeigt einen Ausschnitt des Grabsteines, eher eines Grabdenkmals, des Peldemüllers Berend Otten Reinders auf dem Friedhof von Esens. Ein Peldemüller war ein Müller, der eine Peldemühle oder Schälmühle betrieb, eine Windmühle, die Getreide entspelzte und Graupen als Nahrungsmittel lieferte.

Reinders wurde am 15. Juli 1792, drei Jahre nach der Französischen Revolution, geboren und starb am 17. Februar 1836, machte also die napoleonische Besatzungszeit in Ostfriesland mit, war Bürger des Königreiches Preußen und ab 1815, nach der Niederlage Napoleons in Waterloo und dem anschließenden Wiener Kongress, Bürger des Königreiches Hannover und dann ein Mann des politisch ruhigen Biedermeiers. Das Besondere seines Grabdenkmals sind die Symbole: Die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, ein sog. Ouroboros, und der Schmetterling. Die Schlange, die einen Kreis bildet, steht für die Ewigkeit, den Kreislauf des Lebens, das Sterben und die Wiedergeburt, die ständige Erneuerung. Im antiken Griechenland hieß der Schmetterling „Psyche“, das Symbol für die Seele.

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